Termes fatula = Termite
Baut
große Termitenhügeln/lebt von pflanzliche Stoffen
Hat unfruchtbare Weibchen und
Männchen/hat Königin und König/hat Ersatzkönigspaar
Erde aus
Termitenhügel (rot + Ausscheidungen werden gebraucht bei Mumps/Windpocken/als Schienen
bei Knochenbrüche).
ZEIT
ONLINE
Umwelt
Afrika
Termiten, Herrscher über das Okavango-Delta
Ihre
Bauten bilden Inseln in der überfluteten Landschaft. Die Insekten sichern mit
ihrer Arbeit auch anderen Tieren das Überleben. Von Dagny Lüdemann, Maun,
Botsuana
Termitenhügel
sind wie Eisberge. "Den größten Teil sieht man nicht, der Zipfel an der
Oberfläche ist nur ein winziger Teil des Bauwerks", sagt Onamile Ona
Lekgopho.
Der
kräftige 30-Jährige mit den wachen Augen arbeitet als Safari-Guide für die Vumbura
Plains Lodge im äußersten Norden des Okavango-Deltas.
Mannshoch
ragen die Sandbauten hier aus der Landschaft. Mal lehnen sie an einem Baum, mal
wachsen sie hervor aus dem Buschland des nördlichen Botsuanas.
Wie
Kornkreise im Feld stechen die sandigen Termitenhügel aus dem grün-blauen Sumpf
hervor. Termiten leben seit der Flut darin nicht mehr. Aus der Luft betrachtet
verstreuen sie sich kilometerweit als kleine trockene Inseln über das
Flussdelta. Ihre Schöpfer, die Arbeiter im Termitenbau, sind dagegen nicht
größer als ein Reiskorn und bleiben für die meisten Besucher unsichtbar.
"Ohne die Termiten wäre diese Feuchtlandschaft eintönig. Tote Pflanzen
würden das Wasser trübe machen", sagt Lekgopho, während er den Jeep durch
den Busch navigiert.
Insel im
Delta
Zuflucht
für Impalas: Solche Inseln in der Feuchtlandschaft des Okawango-Deltas
entstehen häufig dort, wo Termiten ihre Bauten haben.
Unweit
ziehen Wasserbüffel und Flusspferde ihre Pfade durch die Sümpfe, in denen das
Wasser genau dann seinen Höchststand erreicht, wenn rundherum die Trockenzeit
beginnt. Das
Flusswasser
hat hier im ungewöhnlichsten Teil der Kalahari-Wüste eine enorme Artenvielfalt
hervorgebracht. Neben Elefanten, Säbelantilopen, Hyänen, Kudus und anderen
großen Säugetieren, sind Hunderte Froscharten und seltene Vögel im Delta zu
Hause.
Ihre
Heimat haben sie auch den Termiten zu verdanken. Ähnlich wie Regenwürmer xßx
Mutter seegurke durchpflügen die Insekten die afrikanische Savanne, und
befördern so Nährstoffe aus
tieferen
Schichten nach oben. Körperlich sind Termiten schlecht vor Feinden und vor der
Sonne geschützt. Deshalb wandern sie auch außerhalb ihrer Bauten nur
unterirdisch durch die Kalahari. Dazu graben sie ein weit verzweigtes Geflecht
aus Gängen, das den harten Boden durchlüftet. Durch das Gängesystem sickert
zudem Regenwasser besser in den Boden. Dort, wo Termiten ihre
Spuren
hinterlassen haben, ist die Erde fruchtbarer – Sträucher und Bäume siedeln sich
an. Diese Pflanzen bilden ihrerseits einen neuen Lebensraum – für Insekten,
Vögel und andere Tiere.
Termiten leben in einem Staat. Die
Ernährungsweise, die Bauweise der Termitenhügel und -nester und die
Organisation im Insektenstaat können sehr unterschiedlich sein.
König und Königin sind die Einzigen, die
sich fortpflanzen können – sie sind die Eltern aller Arbeitstermiten und
Soldaten, die sie und den jüngeren Nachwuchs versorgen und beschützen.
Um die
Eingänge des Termitenbaus vor Eindringlingen schützen zu können, haben
Soldaten-Termiten kräftige Kiefer. Alle anderen haben normale Mundwerkzeuge,
mit denen sie Nahrung zerschneiden, den Bau ausbauen, die Larven
füttern
und andere Aufgaben übernehmen können.
Im Insektenstaat der höheren Termiten
(Termitdae) gibt es eine genaue Arbeitsteilung. Die kleinsten Arbeiter sind um
die fünf Millimeter klein und versorgen den Nachwuchs und das
Königspaar.
Größere Arbeiter verlassen den Bau durch unterirdische Gänge und schaffen
Pflanzennahrung heran. Dabei werden sie von Soldaten-Termiten beschützt, die
auch die Eingänge des Baus bewachen.
Die meisten Termiten bleiben dabei ihr
ganzes Leben lang innerhalb des Nestes – in der heißen Sonne Afrikas würden sie
vertrocknen und wären Fressfeinden ausgeliefert.
Um zellulosehaltige Nahrung – Blätter,
Holz, Gras – verdauen zu können, züchten einige Termiten in ihrem Bauten Pilze,
die die Nahrung zersetzen. Andere Termitenarten verfügen über
Einzeller
o. Bakterien ihrem Verdauungstrakt, um Zellulose spalten zu können.
Seit rund 150 Millionen Jahren bevölkern
Termiten die Erde. Heute kennt man etwa 2.500 Arten – die meisten davon leben
in Afrika. Die gefährlichsten natürlichen Feinde der Termiten sind Ameisen. Sie
greifen Termitenbauten regelrecht an.
Lekgophos
Eltern schickten ihn als Kind ins Okavango-Delta – zu einer Tante aufs Land.
Damals litt er an einer Augenkrankheit. "Vielleicht vertrugen meine Augen
die Stadtluft nicht, o. es war
eine
Allergie gegen bestimmte Pflanzen", sagt der kräftige Mann. In den Weiten
der Landschaft, in der der Okavango-Fluss sich mitten in der Kalahari in
unzählige Arme auffächert, um schließlich zu versickern, ohne je ein Meer zu
erreichen, heilten die Augen des Jungen. Und er lernte zu lieben, was er sah:
die einzigartige Natur Botsuanas. Heute erklärt Lekgopho Safari-Touristen, was
diesen Flecken Erde so besonders macht.
Im
Norden des Deltas ist es trocken. Hier sind die Termitenhügel bewohnt, mit
Kolonien, die teilweise Millionen Insekten zählen. Bei 35°C rast Lekgopho in
seinem robusten Jeep den Tieren hinterher, die seine Gäste am liebsten
sehen
wollen: Wildhunde, Zebras, Giraffen, Leoparden. Auch sie profitieren von dem
Werk der Termiten. "Viele Wasserlöcher, zu denen große Säugetiere
und
Raubkatzen zum Trinken kommen, sind
einst durch das Werk der Termiten entstanden. Dort ist der Boden an der
Oberfläche reich an Mineralien, die für die Tiere lebenswichtig sind",
Wenn
Tiere oder Pflanzen ihren Lebensraum und damit die Artenvielfalt auf so eine
Art verändern, nennen Biologen das "Ecosystem Engineering" und genau
das tun die Termiten in Afrika
mit
ihren gigantischen Bauten. Baut Termitenhügel aus eigenem Speichel
und eigenem Kot.
Sie sind
die größten Architekten dieser Landschaft und haben damit enormen Einfluss auf
das ganze Ökosystem.
Einige
Arten züchten Pilze, die ihnen bei der Verdauung helfen
Die
vorherrschenden Termiten im südlichen Afrika gehören zur Gattung Macrotermes.
Die Insekten recyceln ihre Umwelt, sie fressen abgestorbenes Pflanzenmaterial.
Da sie die zellulosehaltige Nahrung nicht selbst verdauen
können,
nutzen die Termiten einen Trick: Sie züchten Pilze, die die Zellulose für sie
spalten. Damit die Pilze optimal gedeihen, muss es in den Gärkammern des
Termitenbaus gleichmäßig warm und feucht sein – eine Luftfeuchtigkeit
von 90%
ist optimal. Um das zu erreichen, graben einige Termitenarten Brunnen – sie
zapfen das Grundwasser an und befeuchten damit ihre Pilzzucht. Im überfluteten
Okavango-Delta ist das Brunnengraben nicht nötig.
Hier
verfügen die Insekten auch so über ausreichend Süßwasser.
Wer sich in der Wildnis Botsuanas verirrt
hat, kann sich an Termitenhügeln gut orientieren.
Der Wind kommt hier fast immer von Osten.
Durch die Erosion – und eventuell auch, weil das Baumaterial auf der
windzugewandten Seite schneller trocknet – neigen sich die Hügel nach
und nach
immer weiter zur westlichen Seite. Ihre Form erinnert dann an Schlumpfmützen,
deren Zipfel immer zur gleichen Seite zeigt.
Plötzlich
raschelt es im Gebüsch. Der Jeep steht seit einer Weile und eine Horde
Elefanten nähert sich. Das Gras ist hoch, sodass nur ihre wedelnden Ohren
hervorblitzen. "Trrrrr, trrr",
macht
Lekgopho und die Elefanten schauen herüber. Der Guide spricht die Sprache der
Tiere, kann ihr Verhalten deuten. "Wir müssen schauen, ob die Elefanten
unser Besuch stört.
Ich
finde es wichtig, respektvoll mit den Tieren hier umzugehen", sagt er. In
diesem Moment schaut ein Elefantenbulle auf, fuchtelt heftig mit den Ohren –
vielleicht 20 Meter trennen das
gewaltige
Tier von den Safari-Touristen, die hinter ihren großen Foto-Objektiven hervor
blinzeln. Mit einem Knall legt Lekgopho den Rückwärtsgang ein und rast mitten
durchs Gestrüpp,
die Äste
knacken und bersten unter den Reifen des Jeeps. "Wir wollen ja kein Risiko
eingehen." Eine Waffe hat Lekgopho nicht dabei.
Vor
allem die kleinen Tiere im Busch mag er. "Nach denen werde ich selten
gefragt. Die Leute wollen die Big Five sehen." Dabei entgehen ihnen zum
Beispiel die Zebramangusten.
Diese
mit den Erdmännchen verwandten Säugetiere leben in Familien von zehn bis 20
Tieren. Sie fressen Insekten – auch Termiten – und jagen Mäuse, Frösche und
sogar Schlangen.
Genau
wie Hyänen und Wildhunde ziehen Zebramangusten ihre Jungen gerne auf
Termitenbauten auf.
Ab und
zu kann man hier im Nationalpark sogar beobachten, wie Bindenwaran-Weibchen ein
kleines Loch in die Sandhügel graben und ihre Eier dort ablegen. Die Termiten
schließen das Loch – und so kommt der Waran-Nachwuchs
in den
Genuss einer sicheren, warmen, vor Sonne und Feinden geschützten Bruthöhle.
Als es
dunkel wird, fährt Onamile Ona Lekgopho die Gäste zurück in die Lodge. Aus dem
Busch ist jetzt das Geschrei von Affen zu hören, überall raschelt es. Die
Touristen auf den Rücksitzen
sind
ruhig geworden. Müde und beseelt von den Eindrücken der Safari. Einige klicken
sich schon durchs Menü ihrer Digitalkameras und bestaunen, was die
Teleobjektive so nah heran holten:
ein
satter Löwe, ein Leoparden-Weibchen auf der Jagd nach einem Impala – und die
Wildhunde, im Porträt.
Immerhin
einige Termitenhügel haben es ins Bild geschafft – mit einem schlafenden Löwen
davor oder als Kulisse für eine Herde Zebras. Was in den geheimnisvollen
Behausungen passiert,
bleibt
den Reisenden verborgen. Während sie am Lagerfeuer sitzen, werden die
heimlichen Herrscher des Okavango-Deltas gerade richtig wach.
Mastotermes darwiniensis = Giant Northern Termite and
As such, it shows uncanny similarities to certain cockroaches, the
termites' closest relatives. These similarities include the anal lobe of the
wing and the laying of eggs in bunches,
rather than singly. It is the only living member of its genus
Mastotermes and its family Mastotermitidae, though numerous fossil taxa are
known.
Cockroaches, termites and their relatives are nowadays placed in a clade
called Dictyoptera.
These singular termites appear at first glance like a cockroach's
abdomen stuck to a termite's fore part. Their wings have the same design as
those of the roaches, and its eggs are laid in a case as are roach eggs. It is
thought to have
evolved from the same ancestors as the wood roaches (Cryptocercus) in
the Permian. Fossil wings have been discovered in the Permian of Kansas which
have a close resemblance to wings of Mastotermes of the Mastotermitidae,
which is the most primitive living termite. This fossil is called Pycnoblattina.
It folded its wings in a convex pattern between segments 1a and 2a. Mastotermes
is the only living insect that does the same. Unlike roaches not all termites
have wings: Only the reproductives, (see Termites-life cycle) whose wings are
considerably longer than their abdomen. Mastotermes darwiniensis is usually not
very numerous, nor are the colonies large when left to natural conditions.
However, when given abundant water(such as regular irrigation) and favourable
food & soil conditions (such as stored timber or timber structures),
populations can be enormous, numbering in the millions, quickly destroying
their host.
Its diet is varied, as it will eat introduced plants, damage ivory and
leather, and wood and debris, in fact almost anything organic. It becomes a
major agricultural pest, to the extent that vegetable farming has been
virtually abandoned in
bore up into a living tree and ring bark it such that it dies and
becomes the center of a colony.
Vergleich:
Siehe: Arthropoda
+ bereiten Lebensraum vor für
anderen
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