Lac phoca vitulina = Seehundemilch

 

Negativ: Gemüt: fühlt sich drangsaliert und geschlagen, würde gerne zurückschlagen; Klassenunterschied; Themen von Meer und Wasser; Ertrinken; Identifikation mit den Unterdrückten

Körper: blaue Flecke, rasche Hämatombildung; Schmerzen, „Wie mit einem Holzstock /einer Keule geschlagen“;

 

Kontaktprüfung         [Boris Peiske]

Von Ende Januar bis Ende Februar 2000 haben sich Bekannte und Freunde einige Nächte das Mittel Lac phoca vitulina in das o. unter das Kopfkissen gesteckt und Träume sowie andere Symptome oder Besonderheiten notiert.

Milchmittel sind in den letzten Jahren viel geprüft/verschrieben worden. Milch ist das leichteste, erhältliche Produkt eines Säugetieres.

Einige Säugetiermittel werden nicht aus Milch hergestellt: Ambra (Potwal)/Castor (Biber)/Mosch  (Moschusochse)/Meph (Stinktier)/Ratte (Sanguis-r) und einige Pferdesubstanzen.

Das Schwergewicht der Mittel liegt auf den Bodenbewohnern. Der Delfin ist der einzige Vertreter (Ambra) der marinen Säugetiere.

Der Seehund ist eine Robbe, die beide Küsten des nördlichen Atlantiks und Pazifiks und die europäischen Küstengewässer von Portugal bis Island bewohnt. Ihr Hauptverbreitungsgebiet ist im Wattenmeer der Deutschen Bucht (Sandbänken). Es gibt allerdings auch Fälle, wo sich Seehunde in Süßwasser aufhalten.

Sie können sich an Land sehr schwer fortbewegen/können die hinteren Gliedmaßen nicht zur Fortbewegung nutzen/die hinter Glieder („Beine“) sind vollkommen zu Schwimmorganen umgebildet und können nicht mehr unter den Körper geschlagen werden. Dafür schwimmen sie hervorragend und können bis zu 45 Min. unter Wasser bleiben. Die normale Tauchdauer liegt bei 5 -10 Minuten.

Werden etwa 2 Meter lang/wiegen etwa 100 kg, wobei die Weibchen erheblich kleiner bleiben als die Männchen.

Das Leben im Wattenmeer erfordert die sofortige Schwimmfähigkeit der Neugeborenen. Während viele Robben ein embryonales Wollkleid haben, das sie an Land besser wärmt und das erst abgestoßen werden muss und durch das „Schwimmkleid“ ersetzt wird, verlieren Seehunde ihr Wollkleid bereits im Mutterleib.

Gesäugt werden können die Neugeborenen nur an Land. Die Jungen müssen die Zitze der Mutter mit kräftigem Druck der Schnauze aus der Hauttasche herausdrücken, unter Wasser ist das unmöglich.

Seehund-Milch besteht zu über 50% aus Fett. Die Neugeborenen nehmen in den ersten Wochen rund 800g pro Tag zu. Das erste Lebensjahr ist das gefährlichste für die Tiere: rund 2/3 aller Seehunde sterben im ersten Lebensjahr.

Auch ein Milchgebiss wird angelegt, aber bereits vor dem Durchbruch wieder abgebaut und aufgelöst. Das bleibende Gebiss ist zwar raubtierähnlich, aber es fehlen die Reißzähne.

Bereits während der ersten Flut muss die Neugeborenen schwimmen. Die Mutter schwimmt daher immer hinter ihrem Jungen her (bei 2 Junge, muss sie sich für ein Junges entscheiden). Das verlassene Jungtier wird zum „Heuler“, es stößt ohne Unterlass rufende Laute aus. Diese Heuler werden häufig in Aufzuchtstationen mit der Milchflasche aufgezogen. Ohne diese Hilfe müssten die Tiere sterben.

Es gibt aber auch „unechte Heuler“, bei denen das Jungtier vorübergehend - bei Störungen -  an Land zurückgelassen wurde. Der Ruf ist dann als Kontaktruf zu verstehen, damit die Mutter ihr Junges wiederfindet. Ist die Störung verschwunden, kehrt die Mutter zu ihrem Jungen zurück.

Seehunde können in der trüben Nordsee Beute fangen/wie Delfine stoßen sie unter Wasser Ultraschall-Klicklaute (ca. 40 Kilohertz) aus/können Ultraschallfrequenzen bis 180 Kilohertz wahrnehmen. Wahrscheinlich sind sie (Delfine/Fledermäuse) zur Echolot-Jagd in der Lage.

Robben fehlt Fähigkeit zur Blutgerinnung fehlt. Verletzungen werden geschlossen, indem die Speckschicht verschoben wird. Ist die Verletzung zu groß verblutet das Tier komplett.

Fischfresser/daher schon immer vom Menschen als Konkurrent gejagt worden/das Fell der Jungtiere war Grund zur Jagd mit Knüppeln.

Die unter der Haut befindlichen Fettreserven (der „Blubber“) betragen zuweilen ein Viertel des Gesamtgewichtes der Robben.

Leben in offenen Rudeln (jeder kann das Rudel zu jeder Zeit verlassen o. zum Rudel dazukommen)/jeder hat die gleiche soziale Stellung im Rudel/das Rudel fungiert als Schutzgemeinschaft. Jeder Seehund hat das angeborene Verhalten, sich während der Ruhephasen alle paar Minuten nach Störungen o. Feinden umzuschauen (Absicherung).

Sehr wichtig ist der Individualabstand/körperliche Berührungen sind unüblich. Auf den Sandbänken wird ein Abstand von Tier zu Tier von 1,3 Meter nicht unterschritten.

Früher wurde Seehundtran als bevorzugter Brennstoff für die Scheinwerfer und Blinklampen der Leuchttürme benutzt.

Das Fleisch galt als Delikatesse (Leber)/aus dem Fell ließen sich ebenfalls allerhand Dinge anfertigen.

1988 fielen rund 17000 Tiere in der Deutschen Bucht einem Morbilli-Virus zum Opfer.

Das waren rund 75% des gesamten Bestands. Mit diesem Morbilli-Virus infizierte Nerze entwickelten eine normale Nerz-Staupe. Allein in Dänemark leben rund 10 Millionen Nerze in Massentierhaltung. Möglicherweise ist die infizierte Nerzgülle über die Felder ins Meer ausgewaschen worden.

 

Sucht/Drogen

Thema Spielsucht. Nach 15 Jahren habe ich gemerkt, oh, ich hab ja auch eine Tochter. Vorher total in Spielsucht gefangen, nichts um mich herum gemerkt.

Morgens das Gefühl eines Rauschzustandes, wie unter Drogen.

...auch erscheinen die Dinge alle so überdimensional -erinnert mich sehr an Cannabis-Rausch.

Ich höre die Fahrt über Kate Bush, Santana und habe das Gefühl von einer durchzechten Nacht in die Ferne (Unendlichkeit) zu reisen.

..., denke, jeder sieht mir an, dass ich mir was herein gezogen hab...

[Der Prüfer sandte mir zusammen mit seinem Protokoll zwei Fälle von Psilocybe caerulescens, einer Pilz-Droge aus Mexiko.]

Schlag, Stock

Aufwachend ein Rucken durch den Körper, „Als ob man einen Schlag abbekomme habe“

2x habe ich in den Beinen und im Po Schmerz gehabt, „Wie zerschlagen“/“Als ob mir da einer mit einem Holzstock hereingeschlagen hätte“. Vor allem abends.

Knie/Unterschenkel „Wie zerschlagen“ im wörtlichen Sinn: Wie die Gebeine eines Verbrechers, die man zur Strafe zerbrochen hat.

Um die Mittagszeit verspüre ich gehend plötzlich einen schießenden, ziehenden Schmerz in r. Kniekehle in den Sehnen, „Als ob jemand mit einer Keule hinein gehauen hätte“.

            Individualdistanz

Ich umarme ihn zum Trost, er lässt das eine Zeitlang geschehen, stößt mich dann aber wieder weg, alles ohne Worte.

Mein Partner meinte, ich hätte mich ziemlich distanziert von ihm, er spiele gar keine Rolle mehr, fühle sich vernachlässigt. Das hat richtig gekracht, wir hätten uns fast getrennt.

„Mir wird was verheimlicht und ich fühle mich seltsam ausgeschlossen und distanziert.

            Dimensionen verschoben

Dann kommt die nächste Attraktion, der Rhein, der daneben fließt. Der ist aber viel kleiner als in Wirklichkeit. Im Traum ist das eher so ein Rinnsal wie die Oker oder so.

...dazwischen Zwerge, die sehen aus wie Gartenzwerge oder Zwergfiguren aus Märchen...

...auch erscheinen die Dinge alle so überdimensional...

Die Zeit vergeht zu langsam, alles dauert extrem lange.

Kein Zeitempfinden: 1. Ich breche um 16 h. Fallaufnahme ab, da ich merke es kommt mit der Zeit nicht hin. Draußen wartet schon der Nächste. Dann stellt sich heraus, der nächste Termin war vor 16.30 h. vergeben.

2. Muss in der Praxis Anwesenheit notieren. War von 14.45 h. -18.45 h. dort, schreibe 3 Stunden auf.

Erst später als ich schon im Auto sitze fällt mir auf es sind ja 4 Std. gewesen. Mein Denken war vorher nämlich wie kann man so viel Neues in 3 Std. erfahren.

Schlechtes Räumliches Empfinden.

Rollstuhl - Beine weg

Im Auto „Als ob Beine wegschlafen“. Musste mich auf die Beine konzentrieren, „Als ob sie nicht da waren“

Knie/Unterschenkel „Wie zerschlagen“, im wörtlichen Sinn: Wie die Gebeine eines Verbrechers, die man zur Strafe zerbrochen hat.

Nach der Mittelbekanntgabe musste ich den ganzen Tag an den neuen CDU-Witz mit Schäuble denken: Lügen haben kurze Beine.

..., da sieht mein Partner auf der anderen Straßenseite eine Frau im Rollstuhl.

„Heuler“

Einschlafend höre ich den Schrei eines Mannes ... wie ein Tarzanschrei. Das wiederholt sich 3x, es hört sich doch eher an wie ein Mann, der gefoltert wird! Etwas beängstigend. Dann entpuppt es sich als das Krähen des Nachbarhahnes, der wohl etwas verwirrt ist und nach Mitternacht Lärm macht. Die Tonfolge ist ‘G-Fis-E-D’ und ich denke in meinem Kopf ‘F-E-D-C-D’ dazu und erinnere mich an Barry Ryans ‘Eloise’

Wir Großen hören sie, befinden uns aber im ersten Stock des Hauses.

Orientierungslos

Da war plötzlich alles fremd, anders, neu und ich war ganz verwirrt und unglücklich, weil ich mich nicht mehr zurechtfand.

Träume ich oder wache ich?

In der Zeit, wo ich das Mittel unterm Kopfkissen hatte war ich sehr unruhig, habe geschlafen und dachte, ich hätte nicht geschlafen. Gedacht, ich wäre die ganze Nacht wach gewesen, habe aber doch geschlafen.

Gefahr zu ertrinken

Dann bilden sich Strudel in diesem See, der Mann weiß auch nicht mehr wer er ist, er will in diesen Strudel springen um auf den Grund zu kommen. Er vermutet dort einen chinesischen Schatz. Ihm ist aber auch klar, dass er dabei sterben kann.

 

Vergleich: Siehe: Lacs allgemein + Mammalia

 

Allerlei: „Rügen: Seehunden würden von ertrunkenen Menschen abstammen“

„Seehund = gegen Blitzschlag immun und schützt davor“.

 

ZEIT ONLINE

Umwelt

Das unterschätzte Tier Mit Borstenradar im Trüben fischen

Ihr unauffälliger Bart macht Seehunde zu Spürnasen unter Wasser. Bioniker träumen von Messgeräten nach dem Vorbild der besonders gebauten Seehundhaare.

Auf einem Bartträgerwettbewerb wären Seehunde chancenlos. Wo unter Männern gekringelte Oberlippenpracht, kreativer Flächenwuchs oder bauschige Gesichtsbehaarung punkten, hat Phoca vitulina wenig zu bieten.

Seine Barthaare können bei derlei Eitelkeiten nicht mithalten. Im Tierreich zählen innere Werte. Und die haben es bei den filigranen Borsten der Seehunde in sich.

Die Säuger benutzen ihre bis zu 20 Zentimeter langen Barthaare, um sich zu orientieren und Informationen der Umwelt aufzunehmen. Ähnlich wie Katzen und nachtaktive Nager sich mit ihren Schnurrhaaren durchs Dunkel

tasten, muss auch der Seehund im Wasser dank seiner Sinneshaare nicht im Trüben fischen. Auf der Jagd nach Hering, Dorsch und Plattfisch spürt er die typischen Wasserverwirbelungen, die seine Beute auslöst. Bei schlechter Sicht in tiefen Gewässern ist das sehr hilfreich.

Die Barthaare nützen dem Seehund dabei nicht nur in ruhiger Wartestellung, sondern auch, wenn er mit beachtlicher Geschwindigkeit durch das Wasser flitzt. Eigentlich müsste es dann allein durch die Eigenbewegung zu Wasserverwirbelungen auf den Barthaaren kommen, was die Messung stören würde. Doch die Barthaare sind raffiniert geformt, sodass sie nur auf die Wirbelspuren ansprechen, die von außen auftreffen: Diese können durch

rasch fliehende Beutetiere, aber natürlich auch durch Artgenossen ausgelöst werden.

Fünf Unterarten des Seehundes (Phoca vitulina) bevölkern die Meere der nördlichen Hemisphäre. Die grau-weiß gefleckten Tiere werden 150 bis 200 Zentimeter lang und leben in lockeren Gruppen besonders an Flachküsten

des Meeres, wo sie sich von Küstenfischen ernähren. Seehunde der norddeutschen Küsten zieht es bevorzugt auf die Sandbänke in der Nordsee und vereinzelt an einige Strände der Ostsee. Wer selbst einmal die erstaunliche Umwandlung eines sich faul in der Sonne aalenden Seehundes in einen geschickten Unterwasserjäger beobachten will, dem sei ein Besuch der Robbenstation in Warnemünde empfohlen. Hier kann man auf Nachfrage mit den eigenen Fingern auch die besondere Gestaltung des Seehundbarthaares ertasten.

Wie Forscher des Robbenforschungszentrums der Universität Rostock herausgefunden haben, ist das Seehundbarthaar zu diesem Zweck wellenförmig, zwischen einem und drei Millimetern dick, und seitlich abgeflacht

gestaltet. Es kann dadurch abgewinkelt, nahezu senkrecht zur Schwimmrichtung aufgestellt werden, ohne dass es sich beim Gleiten durch die Fluten wesentlich verbiegt.

Auch vibrieren die Barthaare trotz des rasch vorbeiströmenden Wassers nicht. Ein solches Flattern würde die Wahrnehmung des Seehundes stören. Schließlich sind die Barthaare "struppige Sensibelchen", die schon dann ansprechen, wenn die Borste nur rund einen Mikrometer aus ihrer ursprünglichen Position heraus bewegt wird. Jedes Sinneshaar ist jeweils von mehr als 1.000 Nerven umgeben, die den gemessenen Impuls rasch an das Gehirn weitermelden.

Aus diesen Meldungen kann der Seehund genaue Informationen gewinnen. So erkennt das Tier nicht nur, dass "da vorne irgendwelche Fische schwimmen". Durch die typischen Wasserbewegungen, die das verfolgte Objekt je

nach Größe und Form auslöst, kann der Seehund im Experiment Größenunterschiede von bis zu vier Zentimetern ausmachen. Außerdem registrieren die Sinneshaare der Seehunde leichte Strömungen selbst dann noch, wenn

sie in 40 Metern Entfernung erzeugt werden oder es bereits eine halbe Minute her ist, seit ein Fisch vorbeigeschwommen ist.

Der Bauplan des Seehundbarthaares könnte zukünftig auch auf die Konstruktion von technischem Gerät abfärben. Überall dort, wo Wind und Wasser an Messinstrumenten rütteln, etwa an hohen Gebäuden, Windrädern oder Unterwasserfahrzeugen könnte eine Gestaltung nach dem Vorbild der Natur nützen, um störende Vibrationen zu vermeiden und genauer zu messen.

Menschliche Bartträger können bei derlei komplexen Stoppeln nur vor Neid erblassen. Seehundhaar kann sich auch ganz und gar ungestylt sehen – und vor allem fühlen – lassen.

 

 

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