Sanguis soricis o. souris (Sanguis-s) = Rattenblut von gezüchtetem Ratte = Rattus norvegicus
Repertorium:
Gemüt: erträgt es nicht, angesehen zu werden
Angst (Gewissensangst)/Reue (über vergangene Indiskretion)/Furcht (man würde seinen Zustand bemerken)
Verlangt beobachtet zu werden (von Männern bei einer Frau)
Bewusstheit erhöht (des Körpers)
Distanziert
Dunkelheit verlangt danach
“Wie Einswerden, Vereinigung, Unio“
Empfindlich (gegen Gerüche/gegen Sinneseindrücke)
Entfremdet (von Gesellschaft)
Faul (mit Schwere der Glieder)
Fluchen
Gedächtnis gut, aktiv (für vergangene Ereignisse)
Gedanken an die Vergangenheit/Verweilt bei vergangenen unangenehmen Ereignissen
Geheimnistuerisch, verschlossen
Geschäftig, betriebsam
Gesellschaft </abgeneigt (verlangt nach Einsamkeit)
Gleichgültig, Apathie (gegen geschäftliche Angelegenheiten/gegenüber Pflichten)
fühlt sich high
Hitzig, feurig/kurz angebunden/spricht barsch
Klarer Verstand
Langsamkeit [morgens (erwachend)/bei Entschlüssen, Entscheidungen]
Licht abgeneigt (meidet es)
Meditieren, Nachdenken
Reizbar, gereizt (durch Geräusche)
Sitzen (geneigt und zu starren)/gedankenloses Starren/Stumpf
Ungeduld
Ungesellig
großes Verlangen nach Anonymität/versteckt sich
Wahnideen [würde beobachtet/alles sehen sie an/Bilder, Phantome/ist von der Welt getrennt/Insekten/sei ein Jäger/Körper sei kleiner/ist klein/Körper leichter als Luft/alte Männer - einsam und verloren nach dem Tod ihrer Frau/sei schmutzig/schwarze Götter/Tiere/sieht Ungeziefer (kleine, schwarze Tiere, die in Hunderten über den Fußboden laufen)/würde verfolgt, nachgestellt (konkret)/ängstliche Gedanken und Dinge sind gegenwärtig i.B. auf Vergangenes/Visionen/von einer Göttin]
Verlangt sich im Wald aufzuhalten/zu wandern, herumwandern (nachts)
Verlangt zu waschen (die Hände)
vermehrtes Gefühl von Weiblichkeit
große Willenskraft, Anstrengung des Willens
Zeit scheint länger; vergeht zu langsam
Schwindel: < Bewegung/< Gehen
Kopf: „Wie ausgedehnt“/“Wie ein nach oben gehender Kegel“
Schmerz [vormittags - 11 h/+ schläfrig/pulsierend/> nach Schlaf/schneidend/[l.(erst. r)]/erstr. von einer Schläfe zur anderen/+ Schmerz im l. Auge/l. erstr. zum äußeren Hals/in Stirn (l.)/
vormittags - 11 h/pulsierend/l. über den Augen/in Mitte]
Auge: Schmerz l.
Gerstenkörner (l.)
Sehen: Überempfindlich (nachts - Dämmerungssehen, Nachtsehen/für Einzelheiten Details
Ohr: Schmerz (r.)/morgens erwachend/< liegend auf em Ohr
Hören: Überempfindliches Gehör
Nase: Schnupfen (anhaltend/< im Freien)
Äußere Hals: Pulsieren in Karotiden
Magen: Schmerz (< nach Essen)
Bauch: Auftreibung
nimmt Becken bewusst wahr/„Wie Vibration und Kraft“ im Becken
Schmerz [nachmittags (15 h)/< Abgang von Flatus/krampfartig/durch Obstipation/schneidend/r.]
Rektum: Durchfall/Hämorrhoiden/Obstipation
Rücken: Steifheit in Zervikalregion [l./(morgens) erwachend/> Strecken, Ausstrecken/erstr. r. Arm nach unten
Schlaf: Unterbrochen
Erwacht häufig
Ruhelos
Schlaflos vor Mitternacht bis 2 h
Schläfrig während Kopfschmerz
Stuhl: Blutig (hellrot)
Weibliche Genitalien: Jucken in Vagina
Sexverlangen vermindert
Husten: Nachts (22 - 6 h) - nach Mitternacht - 3 h
Bellend (nachts)/weckt aus demSchlaf:
Brust: Zusammenschnürung des Herzen („Wie greifend, packend“/“Wie Hand um das Herz“)
Glieder: Gefühllose, taube Arme (r.)
Hautausschläge - abschilfernd/an Füße/an Hände
Kribbeln (in Füße/in Fußsohlen/in Hände/in Handflächen)
Rissige Finger
Träume: Ängstlich/kann das Auto nicht finden/Eifersucht/weiß/Frauen (riesige, schwarze Frau mit einem wilden und entschlossenenGesichtsausdruck)/Gefahr/Gewalttätigkeit/von Göttinnen/von der Hölle/von Kindern (schwarzen/ihr Kind zu vernachlässigen)/über
Klarheit/Koitus/von Licht/Männer/(schwarze) Menschen/merkwürdig, wunderlich/religiöse Musik aus dem mittleren Osten/Mutter/Räuber, Diebe, Einbrecher/Schmutz/Schuhe hochhackig, mit hohen Absätzen/zu Schweben/sexuell/Singen/Skorpione/voller Sorgen um die eigenen Kinder/Spinnen (Tiere)/Tanzen/Tiere/Überschwemmung/von Ungeduld/verworren, wüst/Wasser (große Mengen von dunkelem, trübem Wasser)/Swimmingpool/wild (Emotion)/Zahl 7/weiß/Zorn
Haut: „Als ob die Haut dick ist“
Jucken (> Baden)
Trocken
Allgemeines: Zu Allergien geneigt
> körperliche Anstrengung/körperliche Träge
„Wie Ausdehnung, Erweiterung“
Baden, Waschen abgeneigt
< nach Essen
Verlangt nach Aufenthalt im Freien
Kalte Luft abgeneigt
Schweregefühl äußerlich
Speisen und Getränke: Abgeneigt: Süßigkeiten; <: Süßigkeiten; Verlangt: Fleisch/Mehlspeisen, Teigwaren/Süßigkeiten/trockene Speisen;
Schwäche (nachmittags - 14 h - 14 - 15 h)
Vergleich: Equis-a (=
Ackerschachtelhalm/= Mu zei/= Ackerschachtelhalm/= Mu zei/= Queue de rat/=
Kattensteert/= Zinnkraut). Siehe: Mammalia
Allerlei:
Indien: the
vehicle of Lord Ganesh and a rat's statue is always found in a
Western:
generally negative. Vicious/unclean/parasitic/stealing food and spread disease.
Rats are frequently blamed for damaging food supplies and other goods or spreading disease. Rat is betraying/unattractive/suspicious/breaker of union contracts
hinterhältig, feige und verschlagen.
Schimpfwort: Ratte
„Rattenfänger von Hameln“.
ZEIT ONLINE
Umwelt
Das unterschätzte Tier Wir Rattenmenschen
Vieles von dem, was wir über menschliches Verhalten wissen, verdanken wir Ratten. Wir sollten sie für ihre Leistungen ehren, statt sie zu jagen.
Ratten haben ein eher schwieriges Image. Völlig zu Unrecht allerdings. Immerhin sind sie ziemlich schlau, sozial und neugierig, geradezu menschlich also. Weswegen wir auch tatsächlich
viele der Dinge, die wir über uns und unser Zusammenleben wissen, nur wissen, weil wir Ratten beobachten.
Unterschätzte Tiere
Na gut, Ratten und Mäuse stellen den größten Teil der Versuchstiere in den Laboren der Welt. Ungezählte letztlich tödliche Experimente lassen sie jedes Jahr klaglos über sich ergehen,
viele davon zum Schrecken von Tierschützern. Wobei Ratten allerdings eine besondere Aufgabe zukommt. Sie dienten vielen Psychologen als billiger und leicht zu haltender Menschenersatz.
Der amerikanische Verhaltensforscher und Psychologe Burrhus Frederic Skinner zum Beispiel wurde berühmt, weil er Ratten in einen leeren Käfig setzte und zusah, wie sie lernten, beim Aufleuchten einer Lampe einen Hebel zu drücken, um an Futter zu kommen.
Wie Belohnung und ihr Aufschub funktionieren, wie Strafe wirkt, ja wie wir überhaupt Verhaltensweisen erlernen und verlernen – wir wissen es dank der namenlosen Ratten in der bis heute sogenannten "Skinner-Box".
Verhaltensforscher wie Skinner, im Englischen Behavioristen genannt, hielten Ratten überhaupt für gute Substitute menschlichen Handelns. John Broadus Watson beschäftigte sich in seinem
1914 erschienenen Buch Behavior: An Introduction to Comparative Psychology ausführlich mit ihnen und ihrem Lernverhalten und leitete daraus ab, wie Menschen sich Dinge aneignen.
Von der Wander- zur Laborratte
Ungefähr 65 Arten gehören zur Gattung der Ratten. Zwei davon, die Wanderratte (Rattus norvegicus) und die etwas kleinere Hausratte (Rattus rattus), leben in enger Beziehung zum Menschen und haben sich zusammen mit ihm auf der ganzen Welt angesiedelt.
Laborratten sind sämtlich gezüchtet. Das erste Institut, das damit begann, war 1906 das Wistar Institute for Anatomy and Biology der University of Pennsylvania. Ziel war es, aus der Art
Rattus norvegicus standardisierte Labortiere zu züchten. Schätzungsweise die Hälfte aller Ratten, die heute weltweit in den Laboren Dienst an der Menschheit leisten, stammen von diesen
Wistar-Ratten ab.
Inzwischen sind Ratten auch als Haustiere akzeptiert. Auch sie basieren auf einer Züchtung, den sogenannten Farbratten (Rattus norvegicus forma domestica).
Noch ein Beispiel? William McDougall ließ in den zwanziger Jahren Ratten durch Labyrinthe laufen. Und stellte dabei fest, dass sie das schneller schafften, wenn Artgenossen bereits hindurch gerannt waren. Offensichtlich hatten sie einen Weg, Wissen weiterzugeben. Wie genau, das konnte McDougall nicht klären. Die Beobachtung aber motivierte andere, das Thema weiter zu bearbeiten.
Psychologiestudenten haben Ratten abgelöst
Damit wir mehr über uns selbst erfahren können, hungern, kämpfen und rennen Ratten bis heute für uns. Sie werden sogar für uns süchtig.
Bruce Alexander, Psychologe aus Kanada, stellte in einem
Experiment 1981 Ratten vor die Wahl, Wasser oder Morphin-Lösung zu trinken.
Selbstverständlich taten sie letzteres, bis zum Tod.
Dann aber fragte Alexander sich, ob seine Laborratten
vielleicht unglücklich sind (angesichts der sterilen Lebensbedingungen in
Laboren keine dumme Frage), und ob auch glückliche Ratten schnell abhängig
werden. Sie wurden es nicht. Hatten sie Auslauf, Spielzeug, Freunde und Futter,
interessierten sie sich kaum für den Rausch, mieden ihn sogar. Die meisten
zumindest. Einige wenige Ratten dröhnten sich trotzdem zu. Auch das offenbar
ein treffendes Gleichnis für uns Menschen.
Lernen, Sucht, Erinnerung, Erziehung – viele Erkenntnisse
der modernen Psychologie haben Ratten für uns erarbeitet. Zwischendurch waren
einige Jahrzehnte lang Affen modern, um Verhalten zu erforschen. Inzwischen
aber gibt es gegen Experimente mit ihnen zu Recht viele Vorbehalte. Sie wurden
daher durch Psychologiestudenten ersetzt.
Denn auch sie sind billige und problemlos verfügbare
Versuchsobjekte für psychologische Verhaltensexperimente. Aber das ist eine
andere Geschichte.
Nein, die eigentlichen Helden der Verhaltenspsychologie sind die Ratten. Wir sind ihnen zu Dank verpflichtet. Statt sie zu jagen, sollten wir sie verehren, ihnen Orden umhängen und ihre Fressnäpfe vergolden.
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