Cupressus
australis (Cupre-au) =
Zypresse
= Sabin-ähnlich;
Positiv: Gutgelaunt;
Negativ: Nasekatarrh, Gehör vermindert, warm, scharfen/stechenden Schmerz, Rheuma;
Repertorium:
Kopf: Schmerz
Magen: Appetit vermehrt # Appetitverlust
Hitzewallungen
Nieren: Schmerz erstr. Blase
Harnröhre: Absonderung gonorrhoisch/Zusammenschnürung erstr. Blase
Männliche Genitalien: Jucken in Eichel
Schweregefühl
Glieder: Schmerz – rheumatisch/in Schultern erstr. Ellbogen
Allgemeines: Speisen und Getränke: Abgeneigt: Essen;
Komplementär: Thuj. (Cupre-au = An).
Vergleich: Siehe: Tracheobiontha + Baumgruppe
Cupressus lawsonia (Cupre-l)
= Zypresse
„Aschenputtel“
= Thuj-ähnlich/= Cypr
+ einen dominierenden + nicht viel älteren Geschwister;
Positiv: Ewigkeit/Aufbruch/Entdecken,
Zuversichtlich/unerschütterbar/felsenfest/gelassen + verständnisvoll gegenüber
Fremden/intuitiv;
Negativ: Einsam/abgelehnt/Übergang, Kummer/Trauer/seufzt, Nachtragend,Mittelohr,
Tumor Schenkel, MagenSCHMERZ;
Repertorium:
Gesicht: Warzen an Lippen
Mund: Warzen auf Gaumen/Zunge
Innerer Hals: Kondylom
Magen: Schmerz
Haut: Keloid
Warzen (blutend/fleischig)
Allgemeines: Entzündete Nebenhöhlen
Tumoren
Fall: Kind = spät mit Zähnen/laufen/sprechen, wacht nachts auf und möchte spielen/Aufmerksamkeit/kann noch nicht laufen/= Teil eines Zwillings/anderer Zwilling = schneller + wird von Mutter mehr geliebt + = scheu gegenüber Fremden + kann laufen
Nach Einnahme: Schläft nachts durch + läuft. (weg) 6. Monaten später läuft nicht mehr vom Mutter weg. Alle sind eine kurze Zeit glücklich + zufrieden.
Gut gefolgt von: Cham. Bry. Folgt gut: Sabin. Thuj.
Vergleich: Braunkohl (=
aus Zypressewälder entstanden).
Siehe: Tracheobiontha + Baumgruppe
Allerlei: Hades/Pluto geweiht
Zypressus o. Kyparissos tötet aus Versehen einen geliebten Hirsch o. wird von Apollo nachgestellt/bittet ihn von seinem Leid zu befreien/wird verwandelt in eine Trauerweide o. Zypresse
Attribut
Roman: Diana o. Flora/Greek: Artemis
Cupressus sempervirens = Säulenzypresse
Vor allem Säulenzypressen prägen das Landschaftsbild in Italien und in anderen Mittelmeerländern wesentlich. Sie fehlen dort auf keinem Friedhof und sind seit der Antike ein Sinnbild der Trauer.
Ovid beschreibt in den "Metamorphosen" wie sich
der Jüngling Kyparissos, der einst ein Liebling des
Sonnengottes war, in eine Zypresse verwandelt, weil er versehentlich den
heiligen Hirsch erlegt hatte: "Müde legte sich der Hirsch auf dem
Rasenteppich nieder und kühlte sich im Schatten der Bäume. Da traf ihn der Knabe
Cyparissos nichts ahnend mit dem spitzen Jagdspeer.
Als er ihn an der bösen Wunde sterben sah, beschloss auch er zu sterben. Was
für Trostworte sagte ihm Phoebus nicht, wie ermahnte
er ihn, sich dem Anlass entsprechend in seiner Trauer zu mäßigen! Cyparissus aber seufzt und erbittet von den Himmlischen als letzte Gabe, allezeit trauern zu dürfen. Schon
hatte sein Blut sich in grenzenlosem Weinen verströmt; da wurden seine Glieder
allmählich grün, und das Haar, das ihm eben noch in die schneeweiße Stirn hing,
begann ein struppiger Schopf zu werden, sich starr aufzurichten und mit
schlankem Wipfel zum gestirnten Himmel aufzublicken. Da seufzte der Gott auf
und sprach betrübt: "Du wirst von mir betrauert werden, andere betrauern
und den Trauernden beistehen".
Die Symbolik wurde von Arnold Böcklin aufgegriffen als er
die Toteninsel malte. Auf allen bekannten Versionen
ist die Toteninsel von Zypressen beschattet. Van
Gogh, der ebenfalls zwei Zypressen gemalt hat, stellt auf einer Version die
sonnenhafte Natur des Baumes in den Vordergrund. Signatur und Symbolik liegen
schließlich nah beieinander: In den Immergrünen wirkt die Kraft der
unbesiegbaren Sonne, weshalb sie Symbole des ewigen Lebens sind und einige den
Beinamen "Lebensbaum" tragen.
Im Totenkult kann die Zypresse, ähnlich wie der verwandte Wacholder, zur Räucherung gebraucht werden. Mit dem Rauch von Zypressenbeeren, -holz oder -triebspitzen reinigt man Sterbezimmer, wobei der balsamische Duft die Angehörigen durchaus tröstlich sein kann und rituell gebraucht das Loslassen erleichtert.